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London Resolution

Die Londoner Resolution
Olle Johansson

Original-Resolution
Deutsche Übersetzung

Bei einer wissenschaftlichen Konferenz am 27. November 2007 mit dem Thema „Sind die derzeitigen ICNIRP-Empfehlungen für EMF-Exposistion ausreichend?“ veranstaltet von Roger Coghill und Robert Verkerk an der Royal Society in London haben Wissenschaftler die Bioinitiative gutgeheissen, die Benvenuto Resolution von 2006 erweitert und beschlossen, wie folgt:

„Wir, die Unterzeichneten, richten den dringenden Aufruf an die Behörde für Gesundheitsschutz von Grossbritannien (UK Health Protection Agency,HPA), die Regierung von Grossbritannien, an die Behörden für Gesundheitsschutz und an die Regierungen der ganzen Welt, Kenntnis zu nehmen von den Ergebnissen und Empfehlungen des Bioinitiative-Reports (2001) [1] und der vorangegangenen Benvenuto Resolution (2006), der Catania Resolution (2002) und der Salzburger Resolution (2000) [4], sofort die Richtlinien für die Expositon durch Hochspannung (RF) und für extrem niedrige niederfrequente elektromagnetische Felder (ELF-EMF) aus folgenden Gründen nach unten anzupassen:

  • Die überwältigende Beweislast für die schädlichen nichtthermischen Auswirkungen auf die Gesundheit bei Expositionen weit unter den derzeit geltenden Richtlinien,
  • Die fast hundertprozentige Sättigung des Marktes für Mobiltelefone in Europa, in den USA und der zunehmenden Marktdurchdringung auch anderswo,
  • Die enormeVerbreitung von drahtlosen Netzwerken und Geräten die, als die derzeitigen Richtlinien festgesetzt wurden, noch nicht vorauszusehen war.

Wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit appellieren wir an die ICNIRP, zusammen zu treten und die Expositionsrichtlinien neu zu beurteilen und Sicherheitsgrenzwerte für die öffentliche Gesundheit auf biologischer Grundlage einzuführen, welche die Gesamtheit der wissenschaftlichen Beweislage reflektieren sollten, nämlich dass die derzeitig existierenden ICNIRP-Richtlinien nicht für den Schutz vor gesundheitlichen Auswirkungen durch chronische Exposition durch das rapid ansteigende ELF-EMF Umweltniveau genügen.

Wenn das nicht geschieht:

  • Wir verlangen, dass eine unabhängige Institution neue Expositionsrichtlinien auf biologischer Basis erstellt und/oder vorbeugende Massnahmen für ELF-EMF und RF ergreift, die sich mit den aufgezeigten biologischen Effekten, die mit der Langzeitexposition einhergehen, befasst. Diese können bei Langzeitexposition als Grund für gesundheitschädlichen Folgen gelten.
  • Weil solche Empfehlungen fehlen, schlagen wir, als mittelfristigen Schritt, vor, dass die HPA und die Regierung Grossbritanniens die ELF-EMF und RF-Empfehlungen des Bioinitiative-Reports 2007 einführen und danach trachten, dass die Empfehlungen des Öffentlichen Gesundheitsdepartements der Regierung in Salzburg (2002) für 0.06 V/m für Aussenexposition und 0.02 V/m für RF-Innen-Exposition angestrebt werden.

Basierend auf dem Vorsorgeprinzip sollen Kinder und empfindliche Personengruppen (wie Menschen mit Epilepsie und Herzproblemen) nicht einem Krankheitsrisiko ausgesetzt werden. Daher schlagen wir vor:

  • dass Kinder unter 16 ein Mobiltelefon und ein schnurloses Telefon nur für Notfälle benutzen sollen
  • dass keine Wi-fi, WiMax oder anderen drahtlose Anlagen (Computer) in Wohnungen, Schulen oder auf öffentlichen Plätzen aufgestellt oder für den dortigen Gebrauch angepriesen werden sollen,
  • dass regelmässige und häufige unabhängige Überprüfungen von Emissionen durch Basisstationen durchgeführt werden sollen, um sicherzustellen, dass die Basisstationen (Masten) die neuen Richtlinien auf biologischer Basis an jedem Ort, entweder allein oder kumuliert, nicht überschreiten. Solche Untersuchungen sollten breit publiziert werden und der Öffentlichkeit zur Nachprüfung zur Verfügung stehen.

Das Vorsorgeprinzip muss in Anwendung treten.

Unterschriften siehe Original-Dokument >>> [88 KB]

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